Die Realität des Lebens in einer mittelalterlichen Burg

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09/18/2021

Heute ist vom mittelalterlichen Leben nicht mehr viel übrig, außer ein paar Schriften und vor allem Burgen, von denen einige noch stehen! Diese Burgen waren die am stärksten befestigten Bauwerke und beherbergten aus diesem Grund Adel und Königtum. Auch wenn die meisten von uns bereits die Gelegenheit hatten, einige dieser Burgen zu sehen oder sie sogar zu besuchen, kennen nur wenige die Realität des Lebens auf einer Burg im Mittelalter. Deshalb haben wir für Sie ein wenig recherchiert! Zurück ins 14. Jahrhundert, in eine mittelalterliche Burg!

Die Burgen waren immer voll von Leuten

Die Burg beherbergte in der Tat täglich mehr als hundert Menschen in seinen Mauern! Da war natürlich der Herrscher der Burg, der oft mit seiner ganzen Familie dort lebte. Es gab auch Ritter und viele Diener. In Wirklichkeit war die Burg eher ein Dorf als ein Wohnsitz. Zum Glück bietet ein solches Gebäude viel Platz für alle!

Die Burgen verfügten über viele prunkvolle Räume wie Empfangssäle, prächtige Zimmer, aber auch über Verliese. Und glauben Sie uns, da wollen Sie nicht hin! Sie waren Gefängnisse für diejenigen, die innerhalb der Burg Verbrechen gegen den Burgherrn begangen hatten. In den Kerkern herrschten beklagenswerte Zustände, und wenn sie einen nicht in Zellen verrotten ließen, waren es auch Folterkammern!

Mittelalterliche Burgen waren sehr kalt, dunkel und feucht, denn damals gab es keinen Strom, keine Heizung, nichts! Es war also eine ideale Umgebung für Ratten. Und während es heute sehr selten und überraschend ist, eine Ratte zu Hause anzutreffen, war sie damals alltäglich. Aber das ist nicht der Grund, warum die Menschen weniger Angst vor ihnen hatten! Die Menschen im Schloss hatten nicht nur Angst vor ihnen, sondern auch, weil sie Träger von Krankheiten waren, die damals sehr verbreitet waren!

Ein Bad zu nehmen war im Mittelalter eine ganz normale Prozedur. Zunächst einmal war es gar nicht so einfach, sauberes Wasser zu finden. Dann mussten die Bediensteten die Wanne erhitzen und sie in das Zimmer tragen, in dem das Bad genommen werden sollte. Das bedeutete, dass alle am gleichen Ort badeten und vor allem… vor allen Leuten, die im Raum waren! Ein Bad zu nehmen war also nicht nur mühsam, sondern auch unhygienisch und vor allem fehlte es an Privatsphäre!

In den Burgen und Schlössern gab es immer wieder große Bankette und Festmahle… zur großen Verzweiflung der Bediensteten! Sie mussten für Dutzende von Menschen kochen, ohne die moderne Technik, die wir heute haben. Das heißt, sie mussten alle Lebensmittel zum richtigen Zeitpunkt sammeln, verarbeiten, zubereiten und servieren. Außerdem gehörten die Gäste sehr oft dem Adel an, so dass die Gerichte von hoher Qualität sein mussten!

In mittelalterlichen Burgen gab es oft große Buffets, an denen alle gleichzeitig aßen … aber nicht gemeinsam!  Es gab Zimmer je nach Wichtigkeit oder sozialer Klasse. Der Herr und seine Dame saßen am Kopf des Tisches und wurden zuerst bedient, und die Gerichte wurden nach Wichtigkeit serviert, bis hin zu den Dienern, die zuletzt aßen!

Diese Burgen waren so groß, dass es sehr kompliziert war, sie sauber zu halten, und mit den verschiedenen Bewohnern, die ein- und ausgingen und den Schmutz von draußen hereinbrachten, war es eine unmögliche Aufgabe! Der Boden war normalerweise mit Schilf und frischem Gras bedeckt, um den Schmutz von draußen aufzusaugen. Nach dem Entfernen des Schilfs, Strohs oder anderer Materialien reinigten sie den Boden gründlich, bevor sie ihn abdeckten.

Diese Information mag seltsam erscheinen, aber sie ist wahr und es gibt einen guten Grund dafür! Der Grund, warum die meisten Treppen im Uhrzeigersinn gebaut sind, liegt darin, dass derjenige, der die Treppe hinaufsteigt, im Falle eines feindlichen Angriffs Schwierigkeiten hätte, sein Schwert mit der rechten Hand zu führen, so wie die meisten Menschen ihr Schwert führen!  Außerdem wären diejenigen im Vorteil, die zum Schutz der Burg hinuntergehen. Genial, nicht wahr?

Die Instandhaltung des Schlosses ist sehr arbeitsintensiv, und es werden viele Mitarbeiter benötigt. Aber die meisten Menschen, die dort lebten, waren da, damit der Herr, seine Dame und ihre Familie sich wohlfühlten und es ihnen an nichts fehlte. In der Tat waren die meisten, wenn nicht sogar alle, da, um zu dienen oder sich zumindest nützlich zu machen! Deshalb waren auch so viele Menschen im Schloss.

Der Graben diente in erster Linie dazu, Feinden den Zugang zur Burg zu erschweren, wurde aber auch zur Abfallbeseitigung genutzt. Wenn wir von Abfällen sprechen, geht es auch um Wasserleitungen, der Graben ist also nicht nur ein Gewässer. Manchmal schufen sogar benachbarte Burgen ein System, um ihre Abfälle in den Graben der benachbarten Burgen zu kippen!