Körperliche Betätigung ist gut für das Gedächtnis und es hilft schon eine Trainingseinheit

- ADVERTISEMENT -

Gemäß einer kürzlich durchgeführten Studie über Bewegung, das Gedächtnis und Alterungsprozesse, sorgt sportliche Betätigung dafür, unser Gehirn und seine Muskeln fitter zu machen.

- ADVERTISEMENT -

Die Forschung hat gezeigt, dass schon eine einzige Trainingseinheit unsere Gehirnfunktionen verbessern und uns helfen kann, bekannte Namen zu erkennen. Außerdem kann Sport zu langfristigen Verbesserungen beitragen, da sich die positiven Effekte summieren.

Pixabay

Bisher wurde angenommen, dass sich unsere Gehirne im Erwachsenenalter nicht verändern, insbesondere im Vergleich zu Muskeln und formbarem Gewebe, das sich je nach Betätigung entwickelt. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass unser Gehirn recht formbar ist und dass es sich auf viele verschiedene Arten umbilden kann.

Studien zufolge kann regelmäßige Bewegung unsere Denkfähigkeiten verbessern und das Volumen des Hippocampus, der Teil des Gehirns, der für die Regulierung von Motivation, Emotionen, Lernen und das Erinnerungsvermögen zuständig ist, erhöhen.

Aber die Frage ist, ob diese Veränderungen tatsächlich anhalten oder ob sie nur von kurzer Dauer sind. Zu diesem Thema veröffentlichte die Universität von Maryland 2013 eine Forschung, die sich mit den langfristigen Auswirkungen von Sport in Verbindung mit dem semantischen Gedächtnis befasst.

Das semantische Gedächtnis gehört zum Langzeitgedächtnis und umfasst Ideen und Konzepte wie Namen von Farben, berühmten Persönlichkeiten oder jegliches kulturelle Wissen, das wir im Laufe unseres Lebens ansammeln. Es ist aber auch der erste Teil des Gedächtnisses, der mit dem Alter nachlässt.

Die Studie aus Maryland hat gezeigt, dass 12 Wochen Laufband-Training unser Gehirn bei semantischen Gedächtnistests weniger aktiv macht, was bedeutet, dass es effizienter ist und weniger Ressourcen für den Zugriff auf Erinnerungen benötigt.

Eine im April 2019 im “The Journal of the International Neuropsychological Society” veröffentlichte Studie interessierte sich vor allem dafür, wie eine einzige Trainingseinheit unser Gehirn verändern kann. Es wurden hierfür 26 gesunde Personen zwischen 55 und 85 Jahren gebeten, 30 Minuten lang auf dem Fahrrad zu trainieren.

Anschließend wurden die Studienteilnehmer mittels eines MRT-Hirnscanners untersucht und ihnen wurden Namen gezeigt, die eine Mischung aus den Namen berühmter Persönlichkeiten und normalen Namen aus dem Telefonbuch waren. Sie mussten eine Taste für die Namen von Berühmtheiten und eine andere für Namen drücken, die sie nicht kannten.

Pixabay

Diesmal waren die Hirnteile des semantischen Gedächtnisses nach dem Training viel aktiver als im Ruhezustand. Die Wissenschaftler waren überrascht, erkannten aber, dass dies der Beginn einer Reaktion auf das Training war.

“Es gibt eine Analogie zu dem, was mit Muskeln passiert”, erklärte J. Carson Smith, ein Professor für Kinesiologie und Direktor des Labors “Exercise for Brain Health Laboratory”.

Wenn Menschen anfangen, Sport zu treiben, werden ihre Muskeln beansprucht. Je fitter die Person wird, umso effizienter werden mit der Zeit auch die Muskeln. Auf die gleiche Art und Weise formt und verbessert sich das Gehirn bei kontinuierlicher Bewegung. Es wird fitter.

Advertisements

Die Studie zeigt jedoch nicht, in welchen Schritten sich unser Gehirn verändert und wie körperliche Aktivität es beeinflusst, obwohl Smith glaubt, dass dies mit Neurotransmittern und anderen Biochemikalien zusammenhängen muss. Es sind künftige weitere Studien geplant, um diese Fragen zu klären und um zu ermitteln, welche Arten und Mengen von Bewegung für unser Gehirn am besten geeignet sind.